Wie funktioniert der Carry im Angel-Syndikat?
Der Lead erhält einen festen Anteil am Gewinn seiner Co-Investoren, aber nur, wenn ein Investment Erträge bringt.
Der Carry (Carried Interest) ist die Gewinnbeteiligung des Leads an den Investments seiner Co-Investoren in Startups, die er als Deals (Anlageempfehlungen) geteilt hat. Er fällt nur an, wenn ein Investment Erträge oder einen Gewinn bringt. Die Höhe legt der Lead beim Anlegen des Syndikats fest.
Wie hoch ist der Carry?
Der Lead legt den Carry einmalig für das ganze Syndikat fest, wenn er es anlegt, nicht pro Deal (Wie starte ich ein Angel-Syndikat?). Üblich sind 10 bis 20 Prozent, eine feste Grenze gibt es nicht. Eine etwaige Umsatzsteuer ist im Prozentsatz enthalten. Mit dem Beitritt zum Syndikat unterzeichnest du die Tippgebervereinbarung und akzeptierst damit den Carry.
Wann fällt der Carry an?
- Laufende Erträge: Dividenden, Gewinnausschüttungen und vergleichbare Zahlungen aus deinem Investment. Der Carry bezieht sich auf den vollen Betrag.
- Exit-Gewinn: Erlös aus dem Verkauf deines Investments oder des Startups, aus einer Liquidation oder einem Börsengang, abzüglich des Betrags, den du ursprünglich investiert hast.
Beides wird vor deinen persönlichen Steuern berechnet.
Beispiel: Du investierst 20.000 €, der Carry beträgt 10 Prozent. Beim Exit erhältst du 50.000 €. Dein Gewinn beträgt 30.000 €, der Carry 3.000 €. Erhältst du nur 15.000 €, fällt kein Carry an.
Für welche Investments gilt der Carry?
Der Carry gilt für Investments in Startups, die der Lead als Deal mit dir geteilt hat. Dabei ist es egal, ob du über beel investierst oder außerhalb und in welcher Form, zum Beispiel über Eigenkapital-Genussrechte (EK-Genussrechte), ein Wandeldarlehen oder Gesellschaftsanteile.
Wie wird der Carry gezahlt?
Du informierst den Lead, wenn du in ein geteiltes Startup investierst und wenn dir Erträge oder ein Exit-Erlös zustehen. Sobald dir die Auszahlung zusteht, wird der Carry fällig, und du zahlst ihn an den Lead.
Was zahlen Co-Investoren sonst?
An beel zahlst du keine Gebühren, nur den Carry an den Lead, wenn ein Investment Erträge oder einen Gewinn bringt (Was kostet beel?).
beel weist darauf hin, dass es keine Rechts- oder Steuerberatung anbietet. Maßgeblich ist die Vereinbarung, die du mit dem Lead abschließt. Wie der Carry steuerlich behandelt wird, klärst du mit deinem Steuerberater.